Gerben und Claudia leben auf einer Lichtung, versteckt zwischen den Wäldern. Seit fast einem Jahr liegt eine Groundfridge hinter ihrem Carport im Boden. Im Folgenden sprechen wir mit ihnen über die Überlegungen zum Kauf einer Groundfridge und die Nutzung im Alltag.
Sie leben hier an einem wunderschönen, waldreichen Ort. Was war der Anlass für Sie, sich mit unterirdischer Lagerung zu beschäftigen? „
Wir haben bewusst nach alternativen Kühlmöglichkeiten gesucht, die zu unserer Lebensweise hier passen. Früher war unser Vorrat überall verteilt: Kartoffeln an einer Stelle, andere Produkte woanders. Wir suchten einen zentralen Ort, um alles ordentlich zu lagern. Ein mechanisches, klimaanlagenähnliches System wollten wir nicht. Gleichzeitig stellten wir fest, dass der Bau eines traditionellen Kellers unter dem Haus schnell über hunderttausend Euro kostet. Das brachte uns auf die Spur der Groundfridge.“
Die Groundfridge ist nun seit fast einem Jahr in Betrieb. Wie blicken Sie auf die Installation und die ersten Monate der Nutzung zurück?
Grundsätzlich empfinden wir die Nutzung als gut, auch wenn die Startphase nicht reibungslos verlief. Die Belüftung bekamen wir nicht zum Laufen. Das ist glücklicherweise inzwischen sauber gelöst. Was wir im Alltag jedoch feststellen, ist, dass die Positionierung hinter dem Carport – getrennt vom Hauptgebäude – manchmal etwas unpraktisch ist. Man muss wirklich hingehen, wodurch man im Haus manchmal den direkten Überblick darüber vermisst, was genau noch auf Vorrat ist.
Wenn wir uns den Inhalt Ihres Kellers ansehen, wofür nutzen Sie den Raum hauptsächlich?
Es dient uns wirklich als zentraler Vorrat und Lager. Derzeit lagert eine vielfältige Mischung aus Wein, Marmelade, Gemüse und allgemeinen Lebensmitteln. Ein Teil dieser Produkte stammt aus unserem eigenen Garten, der andere Teil kommt einfach aus dem Supermarkt.
Der Jahreszeitenzyklus ist fast abgeschlossen. Wie hat sich der Keller in den wärmeren Monaten gehalten?
Ehrlich gesagt, bekamen wir die Groundfridge während des Hochsommers nicht so kalt, wie wir gehofft hatten; es wurde innen doch etwas zu warm. Auch weil die Erde durch die Platzierung gerade umgegraben und daher stark erwärmt worden war. Was uns im Moment vor allem helfen würde, ist mehr Einblick. Wir haben jetzt wenig Übersicht darüber, wie sich die Innentemperatur genau verhält und wie die Belüftung im Hintergrund ihre Arbeit tut. Das wäre für uns noch eine Verbesserung.
Im Frühjahr ist er gut kalt. Wir haben ihn an einen sehr nassen Ort gelegt, wo das Grundwasser sehr hoch ist. Die Tür liegt auch im Schatten des Carports, was super gut funktioniert.
Trotz dieser Startphase und der saisonalen Einflüsse, wie bewerten Sie die Groundfridge im Vergleich zu einem klassischen Keller?